KIRCHENMUSIK

der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland

Mitteldeutsche Kirchenmusiktage vom 19. bis 23.09.2019 in der Hansestadt Stendal

Wir laden herzlich ein zu den Mitteldeutschen Kirchenmusiktagen vom 19. bis 23. September in der Hansestadt Stendal. Wir treffen uns im Norden unserer Landeskirche - in der Altmark.

Geplant ist wieder ein reichhaltiges Programm mit Konzerten, diversen Seminarangeboten, Morgenandachten und einem Festgottesdienst, einem Ausflug nach Tangermünde und gemeinsamem Chorsingen.

Die Musiktage bieten vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker im Haupt-, Neben- und Ehrenamt und werden zugleich einer breiten Öffentlichkeit Einblick in die kirchenmusikalische Arbeit geben.

Die Anmeldefrist für Dauerteilnehmer ist inzwischen abgelaufen. Wer sich für einzelne Seminare noch anmelden möchte, wende sich bitte an das Zentrum für Kirchenmusik (Email: zentrum-kirchenmusik@ekmd.de; Tel.: (03 61) 73 77 68 82).

Die Teilnehmergebühr (200,00 € für Dauerteilnehmer; wer weniger als 4 Tage teilnimmt, kommt wegen der Kosten bitte noch einmal auf uns zu) ist auf folgende Bankverbindung zu überweisen:

Konto-Inhaber: Evangelische Kirche in Mitteldeutschland
IBAN: DE47 3506 0190 1551 9000 25
Verwendungszweck: 04/0211.03.1430 MKT 2019 TNB

Den Stadtplan mit den Veranstaltungsorten finden Sie [hier], den Veranstaltungsflyer mit Angaben zum Kartenverkauf [hier] und das Programmheft [hier].

Leider gibt es große Probleme auf der Bundesstraße 189 zwischen Magdeburg und Stendal. Wenn Sie mit dem Auto anreisen möchten, berücksichtigen Sie bitte folgende Information: [hier]

 

Aktuelle Informationen für Teilnehmer

Tagungsbüro:

Bei Ihrer Ankunft am Donnerstag melden Sie sich bitte im Gemeindebüro im Domstift, Am Dom 18a.
Es befindet sich direkt neben dem Dom und ist am Donnerstag von 14 Uhr bis 19.45 Uhr geöffnet. Im Tagungsbüro erhalten Sie Ihre Teilnehmerunterlagen, unter anderem das Programmheft, eine Teilnahmebestätigung, die Konzertkarte(n) für "Die verflixte Klassik" von Felix Reuter (Donnerstag Abend), einen Stadtplan und ein Ansteck-Namensschild, das für Sie zugleich Eintrittskarte zu den Konzerten und „Essenmarke“ sein wird.
Die Verpflegung findet im Landratsamt (Hospitalstraße 1–2) statt: Mittagessen (Freitag und Samstag 12.45 Uhr, Sonntag 12.30 Uhr, Montag 13.15 Uhr) und Abendessen (Donnerstag 18.00 - 19.30 Uhr, Freitag bis Sonntag 18.00 Uhr). Bitte nehmen Sie den Eingang mit dem roten Torbogen in der Mitte der Straße.
Wenn Sie an der Stendaler Stadtführung teilnehmen, können Sie in der Zeit Ihr Gepäck im Tagungsbüro abgeben.
Ab Freitag wenden Sie sich bitte bezüglich der Tagungsunterlagen und allen anderen organisatorischen Fragen an Frau Ulrike Dietrich (mobil: 0172 7 53 20 60).

Konzerte

Donnerstag, 19. September, 20 Uhr, Theater der Altmark
Die verflixte Klassik
Felix Reuter (Weimar) – Klavier und Entertainment

Freitag, 20. September, 12.00 Uhr, Musikforum Katharinenkirche
AntiquaNova
Alte Musik mit Marimba-, Vibraphon, Barock-Gitarre und Percussion
Martin Steuber: Theorbe / Barockgitarre
Matthias Suter: Marimba-/ Vibraphon / Percussion
Simon Lessing: Marimba-/ Vibraphon / Percussion
[Programm]

Freitag, 20. September, 20.00 Uhr, St. Marien
Kammerchor Josquin des Préz
Lagrime ad lucem - Vokalmusik aus Renaissance und Moderne
Leitung: Ludwig Böhme (Leipzig)
[Programm]

Samstag, 21. September, 12.00 Uhr, Musikforum Katharinenkirche
Klavierduo Marcus und Pascal Kaufmann
Tastatour - Vierhändiges am Klavier von Franz Liszt, Wolfgang Amadeus Mozart und Camille Saint-Saens
Markus Kaufmann (Quedlinburg), Pascal Kaufmann (Lichtenstein)
[Programm]

Sonntag, 22. September, 10:00 Uhr, St. Marien
Festgottesdienst
Ökumenischer Jugendchor Salzwedel, Leitung: Matthias Böhlert
Junger Bläserkreis Mitteldeutschland, Leitung: Frank Plewka
Claus-Erhard Heinrich - Orgel
Landesbischof Friedrich Kramer – Predigt

Sonntag, 22. September, 19.00 Uhr, Dom St. Nikolaus
LUX IN TENEBRIS
Oratorium von Helge Burggrabe
Hanna Zumsande – Sopran, Geneviève Tschumi – Alt, Gideon Poppe – Tenor, Henryk Böhm – Bass Julia Jentsch - Sprecherin
Domchor Stendal, Kantorei St. Stephan Tangermünde, Jugendchor Stendal, Schola der Berliner Domkantorei, Orchester
Leitung: Johannes Schymalla

Montag, 23. September, 12.30 Uhr, Dom St. Nikolaus
Mittagsgebet mit Chormusik
Leitung: Achim Zimmermann (Berlin)


Orgelkonzerte

Osterburg
Samstag, 21. September, 16.30 Uhr, Kirche St. Nikolai
Martin Schmeding (Leipzig)
[Programm]

Salzwedel
Samstag, 21. September, 16.30 Uhr, Kirche St. Marien
Martin Sander (Detmold)
[Programm]

Tangermünde
Sonntag, 22. September, 16.30 Uhr, Kirche St. Stephan
Christoph Lehmann (Tangermünde)
[Programm]

 

Gottesdienst, Andachten

Freitag, 20.9., 8.30 Uhr, Dom St. Nikolaus (Hoher Chor): Morgenandacht

Samstag, 21.9., 8:30 Uhr, Dom St. Nikolaus (Hoher Chor): Morgenandacht

Sonntag, 22.9., 10.00 Uhr, St. Marien: Festgottesdienst

Fortbildungsseminare während der Mitteldeutschen Kirchenmusiktage

Die meisten Seminare bestehen aus mehreren abgeschlossenen Einheiten, so dass auch ein Wechsel zwischen den Seminaren möglich ist.

A:   20. September,   9.45 - 11.45 Uhr (Seminar V: 10.30 - 12.30 Uhr)
B:   20. September, 15.00 - 17.45 Uhr (Seminar V: 14.15 - 17.15 Uhr)
C:   21. September,   9.15 - 11.45 Uhr (Seminar V:   9.45 - 12.00 Uhr u. Seminar VIII: 10.15 - 12.15 Uhr!)
D:   21. September, 15.00 - 17.45 Uhr (Seminar V:  13.15 - 16.00 Uhr u. Seminar VIII: 13.30 - 16.00 Uhr!)
E:   23. September,   9.45 - 12.15 Uhr

Seminar I: Chorleitung

Chorleitung

Ort: Stendal, Dom (Kapitelsaal)

Leitung: Timo Nuoranne, Düsseldorf

A/B/C/D: In allen vier Seminareinheiten stehen Werke skandinavischer und baltischer Komponisten auf dem Programm (Jennefelt, Honkanen, Kankainen, Sisask). Außerdem Kompositionen von Hauptmann, Rheinberger und Bünte.
Aktive Teilnahme ist erwünscht (dirigieren, Noten werden rechtzeitig vorher zugeschickt), passive Teilnahme möglich (singen). Anhand der unerschiedlichen Chorliteratur werden umfassend dirigentische, interpretatorische, probentechnische, chorpädagogische, intonatorische, stimmbildberische (usw.) Fragen behandelt.
In jedem Seminarteil wird außerdem durch Herrn Nuoranne selbst ein unbekanntes Stück vorgestellt und unter seiner Leitung exemplarisch erarbeitet.

Seminar II: Mehr als richtig singen

Kinderchorarbeit und Kinderstimmbildung

Ort: Stendal, Dom (Cordatussaal)

Leitung: Yoshihisa Matthias Kinoshita, Wolfratshausen

A/C: Stimmbildung, psychosoziale Aspekte bei der Chorleitung, Selbstreflexion der Probenarbeit, Umgang mit Aufmerksamkeit/Konzentration

B/D: Literatur für Kinderchöre, Umgang mit Brummern, Haltung einer/s Kinderchorleiterin/s

Zum pädagogischen Konzept von Herrn Kinoshita finden sie [hier] weitere Informationen.

Seminar III: Popularmusik (Chor)

Rhythmik und Groove ganz ohne Noten

Ort: Stendal, Winckelmann-Gymnasium (Aula)

Leitung: Matthias Becker, Ober-Mörlen

A: Einsingen / Einstimmen im Chor / Warm-ups / "chorische Stimmbildung?"
Die „Einstimm- / Einsingphase“ zu Beginn jeder Chorprobe ist eine tolle Möglichkeit, die ChorsängerInnen aus ihrem beruflichen Alltag zu holen, in eine andere, die musikalische Welt zu entführen und sie auf das kommende Repertoire einzustimmen. Populäre Chormusik folgt hier einer eigenen Klangästhetik, auf die Einsingübungen rekurieren können / sollten. In diesem Seminar werden die Teilnehmer zahlreiche „Einsing-Übungen“ kennenlernen, die speziell zur Pop- und Jazzstilistik (Swing) hinführen. Neben dem Aufwärmen der Stimme geht es zugleich auch im Vorbeigehen um gruppendynamische Aspekte, Verständnis von Musiktheorie und Gehörbildung ohne in ein musiktheoretisches Seminar abzugleiten.

B: Kennenlernen von Literatur aus Gospel / Pop / Jazz Stilistik / Circle Songs (Gruppen-Improvisation)
In dem Seminar werden die Teilnehmer singender Weise stilistische Aspekte der Popularmusik anhand
von konkreten Chorarrangements kennenlernen. Swing, Pop, Rubato Ballade, Latin, Gospel. Wie in der
klassischen Chormusik (z.B. Madrigal versus Turbachor) gibt es auch in der Popularmusik für jede Stilistik eigene Klangideale und rhythmische Feinheiten. Arrangement-Ausschnitte aus unterschiedlichen Stilen werden unter Anleitung angesungen.

C: Gehörbildungsarbeit im Laienchor unter Berücksichtigung der Harmonik in der Popularmusik
Die Ohren, das Hören und „Aufeinander-Hören“ sind Grundvoraussetzung für das gemeinsame
Musizieren. Darüber hinaus hilft vielen ChorsängerInnen ein gewisses Verständnis für Intervalle und
Akkorde, die Intonation zu verbessern. Hier geht es nicht darum, die komplexe Musiktheorie zu
beherrschen, sondern darum, Klangvorstellung zu entwickeln. Das Zuhören, was singen die Anderen, wie klinge ich im Verhältnis zu den anderen Stimmen? Welche Funktion hat meine Stimme im
Zusammenklang? Mit welchen musikalischen Ideen kann ich Laiensänger dazu bewegen, sich der
Wichtigkeit des gemeinsamen Singens und Hörens bewusst zu werden? Dem gehen die Teilnehmer ausschließlich singender Weise nach.

D: Rhythmik und Groove / Bodypercussion ganz ohne Noten
Rhythmus ist ein grundlegender Aspekt der Popularmusik, ja, vielleicht der wesentliche.
Ohne Rhythmus keine Musik. Ob Jazz, Pop, Funk, Hip-Hop, Gospel...
Jede Musik baut auf Rhythmus auf. In diesem Seminar geht es um Rhythmik ohne Instrumente und ohne erforderliche Notenkenntnis. Das Instrument ist hier zunächst und allein die Sprache, das unmittelbare, das menschliche Instrument. Der Vorteil: Es bedarf zunächst keiner technischen Fähigkeit, keiner Spieltechnik, keiner motorischen Umsetzung (Body-Percussion) um Rhythmus und Groove zum Klingen zu bringen und zu erleben. Ein Minimum an Übung und ein Maximum an Spielfreude für Chorsänger / Musiker die keinerlei musikalische Vorbildung haben müssen. Ideal für das eigene Üben und für den Laienchor.

Seminar IV: "Rhythm Songs" - Rhythmus mit Bodypercussion und Stimme

Spaß mit Singen und Bewegen und musikpädagogische Anregungen

Ort: Stendal, Hildebrand-Gymnasium (Aula)

Leitung: Ulrich Moritz, Berlin

Bodypercussion ist Rhythmusspaß in der Gruppe, ist Gemeinschaft und Kommunikation mit Bewegung und Stimme, ist Entspannung und Vergnügen, Konzentration und Kunstfertigkeit. Und das ohne jeglichen Materialaufwand! Bodypercussion ist ein wunderbares Hilfsmittel in der musikpädagogischen Arbeit mit Kindern – aber nicht nur da!
Rhythmus ist vielfältig. In jedem Lied, jedem Tanz, jedem Musikstück, jedem Gedicht ist Rhythmus – mal eher in der Stimme, in den Füßen, in den Armen und Händen, in den Fingerspitzen. Alles, was wir gemeinsam in kleinen oder großen Gruppen tun, braucht Rhythmus. Rhythmus „begreifen“ wir durch Bewegen und Sprechen, durch Vormachen und Nachmachen, durch Versuch und Irrtum und glückliches Gelingen.
Wir werden mit Bewegung, Sprache und Melodien spielen und experimentieren, kleine Aufführungsstücke und Lieder einüben, einfache Improvisationsmodelle erproben. So trainieren und verbessern wir - neben elementaren rhythmisch-musikalischen Fähigkeiten – auch die individuelle Motorik, die Wahrnehmungs- und Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit und Entspanntheit, Rücksicht und Kontaktbereitschaft. Und immer geht es um den Genuss und die Freude am „Groove“, am gemeinsamen Rhythmus!

A:Rhythmusspiele - Aufwärmen, Kennenlernen, Begegnen, Improvisieren, Spaß haben mit Bodypercussion, Rhythmustexten und kleinen Liedern
Im Rhythmus treffen sich Bewegung und Kommunikation. Bewegung macht froh und lebendig, Kommunikation in der Gruppe macht glücklich. In diesem Workshop spielen wir: mit einfachen Bewegungsfolgen, im Kreis, mit wechselnden Partnern, mit lustigen Sprechtexten und schnell zu erlernenden Liedern.

B: Rhythm Songs für Einsteiger - Bodypercussion Basics, Rhythmus-Übungen mit Stimme und Bewegung, einfache Solmisations-Übungen und Lieder
Anhand einfacher Übungen und Lieder erproben wir die Verbindung von Bodypercussion und Singen. Die Bodypercussion gibt dem Gesang eine „groovige“ Basis, rhythmische Kraft und Präzision; die Stimme verleiht den Begleitrhythmen Farbe, Wärme und einen langen Atem.

C:Rhythm Songs Advanced - Anspruchsvollere Solmisations- und Bodypercussion-Übungen, Lieder, Improvisations-Modelle
Die Verknüpfungsmöglichkeiten von Bodypercussion und Solmisation sind vielfältig. Beide Techniken arbeiten mit der Verknüpfung von innerer Wahrnehmung und körperlichem Ausdruck. Spielerisch werden Stimme und Körper gleichermaßen angeregt und gefordert.

D: Sing Together - Bewegungslieder aus aller Welt, Circle Songs, Kanons und mehr – natürlich immer mit Bodypercussion!
Je einfacher die Lieder sind, desto leichter kommen wir in´s Miteinander-Spielen. Überall auf der Welt gibt es sie: Weitergabe-Lieder, Begrüßungslieder, Tanzlieder… Einige Lieder in diesem Workshop werden wirklich einfach und vielleicht bekannt sein, andere sind raffinierter und garantiert völlig unbekannt.

Seminar V: Orgelmusik der Frühromantik

Ort: Osterburg, St. Nicolai

Leitung: Martin Schmeding, Leipzig

Während die Interpretation der Orgelmusik der Barockzeit in zahlreichen Publikationen, Aufnahmen und Seminaren ausführlich behandelt wurde, werden die Werke zwischen 1800 und 1900 häufig zusammenfassend mit dem Begriff „Romantik“ bedacht und entsprechend dargestellt.
In dem vierteiligen Orgelseminar in der St. Nikolaikirche zu Osterburg im Rahmen der Mitteldeutschen Kirchenmusiktage 2019 sollen Wege zu unterschiedlichen Komponisten des 19. Jahrhunderts in Deutschland gefunden werden. Dabei wird eine differenzierte Interpretation anhand verschiedenster Aspekte, wie z.B. Artikulation und Phrasierung, Tempo und Agogik, Dynamik und Klanggestaltung angestrebt. Mit der durch Orgelbau Wegscheider, Dresden, restaurierten Buchholzorgel von 1825 steht hierfür ein exzellentes und charakteristisches Instrument zur Verfügung.

A: Vom späten Bach bis Mendelssohn: Werke von J. S. Bach (Leipziger Orgelwerke), seinen Söhnen und Schülern und W. A. Mozart
Zunächst wird der Weg vom späten Bach über die Epoche des galanten und klassischen Stils seiner Söhne und Schüler und solcher Komponisten, wie z.B. W. A. Mozart bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts betrachtet. Zahlreiche der späteren Entwicklungen hinsichtlich Klang und musikalischer Gestaltung sind hier bereits angelegt und werden immer weiter geführt.

B: Felix Mendelssohn Bartholdy: Aufbruch der Orgelmusik im 19. Jahrhundert
Im Mittelpunkt der zweiten Einheit steht Felix Mendelssohn Bartholdy. Seine Bedeutung für die Entwicklung von Orgelspiel und Komposition in Deutschland und weltweit kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Als einer der wenigen bedeutenden Komponisten des 19. Jahrhunderts war er selbst an der Orgel ausgebildet und trat in Konzerten u.a. in der Thomaskirche und in England auf. Interpretatorisch muss sein Orgelwerk als zwischen den Stilen stehend verstanden und aufgeführt werden.

C: Robert Schumann und Johannes Brahms: Die romantischen Traditionalisten
Schumann und Brahms, die sich intensiv mit dem Werk Bachs auseinander setzten und traditionelle Werte und Techniken in den eigenen Kompositionen umfangreich berücksichtigten, schrieben zu besonderen Momenten ihres Lebens Orgelwerke. Für deren Interpretation ist die Beschäftigung mit dem Pedalflügel unerlässlich. So ergeben sich zahlreiche neue Aspekte der romantischen Interpretation auf der Orgel.

D: Franz Liszt und seine Schule (u.a. Reubke, Ritter etc.): Neue Perspektiven der Romantik - Bach aus dem Blickwinkel der Romantik (Transkriptionen von F. Liszt, R. Schaab, Passacaglia- Fassung nach J.G. Töpfer)
In der letzten Kurseinheit fokussiert sich der Blickwinkel nun auf Franz Liszt und seine Schule. Auch für die Orgel hat dieser Komponist auf dem Weg zur Moderne zahlreiche Neuerungen technischer, kompositorischer, klanglicher und interpretatorischer Art eingeführt. Außerdem wird in seinem Umfeld die Bearbeitung u.a. von Werken Joh. Seb. Bachs in „romantischem Gewand“ immer bedeutender.

- begrenzte Teilnehmerzahl -

Die Teilnahme am Kurs ist sowohl aktiv als auch passiv möglich. Im Rahmen der genannten Komponisten können dabei die Werke frei ausgewählt werden.
Die aktiven Teilnehmer teilen dem Zentrum für Kirchenmusik bitte bis spätestens 1. August die von ihnen vorbereitete Orgelliteratur mit.

Zur Buchholz-Orgel in St. Nikolai in Osterburg finden Sie hier ein Bild des Spieltisches, die Disposition sowie weitere Informationen.

Seminar VI: Einfach singen

Kreative Wege in den mehrstimmigen Gemeindegesang

Ort: Stendal, Musikforum Katharinenkirche

Leitung: Christiane Hrasky, Hamburg

Mit einfachen Mitteln zur klangvollen Mehrstimmigkeit – das ist das Ziel von EINFACH SINGEN. Mit der gleichnamigen Notenausgabe möchte Christiane Hrasky Gemeinden, Chören und Chorleiter/innen kreative Wege aufzeigen, wie das beeindruckende und ausstrahlende Erlebnis des gemeinsamen, mehrstimmigen Singens leicht umgesetzt werden kann. Der Workshop bietet eine praxiserprobte Auswahl von bewährten Klassikern und neuen Auftragskompositionen mit vielen Variationen und verschiedenen Einsatzmöglichkeiten. Ob Gottesdienst, Gemeindefest, Jugendchor oder Offenes Singen, Kindergottesdienst, Chorfest, Geburtstagsständchen oder Seniorenkreis – mit dieser Sammlung an Kanons, Circlesongs und Klangbausteinen findet jede Gruppe schnell und begeistert in das mehrstimmige Singen.

A: Kreative Wege in den mehrstimmigen Gemeindegesang

Seminar VII: Schöner singen

Stimmbildung für Chorsänger/innen 60+

Ort: Stendal, Musikforum Katharinenkirche

Leitung: Christiane Hrasky, Hamburg

Viele Chorleiter/innen kennen das: Der Chor wird älter, der Chorklang unsauberer, und der Wunsch, etwas zu verändern, immer stärker. Doch was tun? Müssen ältere Sängerinnen und Sänger zwangsläufig den Chor verlassen, wenn sich ihre Stimme verändert?
Der Workshop stellt als Alternative ein Stimmbildungsprogramm vor, das leicht verständlich und einfach zu erlernen ist. Es basiert auf der profunden stimmbildnerischen Tradition unserer Chorlandschaft und ist eine auf die Probleme älterer Stimmen fokussierte Zusammenstellung sinnvoller Übungen, auf einen einfachen, verständlichen Nenner gebracht. Das Stimmbildungsprogramm beruht auf Erkenntnissen aus Stimmbildung, Atem- und Körperwahrnehmung, Stimmphysiologie und Chorleitung sowie auf jahrelanger Erfahrung, die bestätigt: Auch und gerade bei älteren Chorsänger/innen ist eine immense stimmliche Entwicklung möglich. Und reife Stimmen können wunderbar klingen!

B: Stimmbildung für Chorsänger/innen 60+

Seminar VIII: Orgelmusik der deutschen Spätromantik

Orgelmusikseminar deutsche Spätromantik

Ort: Salzwedel, St. Marien (nur Samstag)

Leitung: Martin Sander, Detmold/Basel

C: Die Neue Deutsche Schule – von der „Seelen-Musik“ zur „Ideal-Musik“
    Orgelwerke von Franz Liszt und seiner Schule (z.B. Julius Reubke)

D: Freie und choral-gebundene Orgelwerke von Max Reger

Die Auswahl der mitgebrachten Werke steht den Teilnehmern frei. Neben der Interpretation der Werke sollen auch   die Besonderheiten des Spiels auf einer originalen spätromantischen Orgel (Anschlag, Registrierung ...) besprochen werden.
Die aktiven Teilnehmer teilen dem Zentrum für Kirchenmusik bitte bis spätestens 1. August die von ihnen      vorbereitete Orgelliteratur mit.

Zur Furtwängler & Hammer-Orgel in St. Marien in Salzwedel finden Sie hier ein Bild des Spieltisches, die Disposition sowie spieltechnische Besonderheiten.

Seminar IX: Bläser und Chor

Bläser und Chor

Ort: Stendal, Landratsamt (Sitzungssaal Stendal, nur Samstag)
(Seminarteilnehmer nutzen bitte den Zugang durch den roten Torbogen)

Leitung: Tillmann Benfer, Verden an der Aller

C/D: Anhand des Chorbuches "Alles, was Odem hat. Geistliche Musik für Bläser und Sänger" (Strube, VS 4037) werden einige Stücke zu verschiedenen Gelegenheiten im gottesdienstlichen Rahmen oder für den konzertanten Gebrauch zusammen erarbeitet. Zudem geht es im Seminar auch um die Balance zwischen Bläser- und Sängerchor bzw. um die Aufstellung beider Gruppen zueinander.

Seminar X: Neue Lieder im Gottesdienst

Neue Lieder im Gottesdienst: stilsicher begleiten – geschmackvoll singen – souverän anleiten

Ort: Stendal, Musikschule (nur Samstag)

Leitung: Christoph Zschunke, Leipzig

- nur Samstag, 21. September -

C: Im Wechsel zwischen Plenum und Übungen in kleinen Gruppen an mehreren Klavieren befassen geht es um einfache Bausteinen und Patterns in verschiedener Stilistik, die in der Übertragung auf verschiedene Akkordfolgen und Taktarten eine gute Basis bilden, poptypische Lieder stilsicher begleiten zu können. Zwischendurch werden gegenseitig die ausprobierten Grooves und Begleitmuster vorgestellt.

D: In der Ergänzung zu den Impulsen der Begleitmuster am Klavier aus Kurs Einheit 1 werden die Kompetenzen erweitert und dazu am Klavier verschiedene Songs in poptypischem Stimmsound gesungen. Außerdem werden vom Klavier und mit Mikrofon Methoden der Anleitung ausprobiert, die in der Popularmusik gebräuchlich sind und den Fluss der liturgischen Feier in einer Gemeinde nicht stören.

Seminar XI: Gemeinsames Chorsingen

Gemeinsames Chorsingen

Ort: Stendal, Dom (nur Montag)

Leitung: Achim Zimmermann, Berlin

E: Ergebnisse des gemeinsamen Chorsingens werden in dem nachfolgenden Mittagsgebet zu Gehör gebracht.