Wir laden herzlich ein zu den Landeskirchenmusiktagen vom 18. bis 21. September in Torgau. Von dieser Stadt sind vor fast 500 Jahren Impulse ausgegangen, die bis heute in Gemeindegesang und Kirchenmusik spürbar sind. Der Eröffnungstag wird dies in besonderer Weise in Vortrag und Musik thematisieren. Von diesen Wurzeln aus wollen wir aufbrechen in unser Heute: Mit Musik in den Konzerten, mit Seminarangeboten, die – so hoffen die Mitglieder der Vorbereitungsgruppe – nahe an unserer heutigen Wirklichkeit sind, in Morgenandachten und im Festgottesdienst.

Die Musiktage bieten vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker und werden zugleich einer breiteren Öffentlichkeit Einblick in die kirchenmusikalische Arbeit und Kirchenmusikpflege geben.

Faltblatt mit Programm, Eintrittspreisen und Teilnehmergebühren [hier]

Anmeldung:

  • Kontaktformular für Online-Anmeldung [hier]
  • Anmeldeformular zum Ausdrucken und Abschicken als Brief oder Fax [hier]

Anmeldeschluss für Dauerteilnehmer sowie für die Teilnahme an den Seminaren und an einer Orgelexkursion ist der 30. Mai.

Aktuelle Informationen für Teilnehmer

Tagungsbüro:

Bei Ihrer Ankunft am Freitag melden Sie sich bitte im
    Gemeindezentrum, Wintergrüne 2 (gegenüber der Stadtkirche).
Es liegt auf dem Weg zur Schlosskirche, wo die ersten Veranstaltungen stattfinden, und ist von 9.00 bis 19.30 Uhr geöffnet. Sie erhalten hier Ihre Teilnehmerunterlagen, unter anderem das Programmheft, einen Stadtplan und ein Ansteck-Namensschild, das für Sie zugleich Eintrittskarte zu den Konzerten und „Essenmarke“ sein wird. Es besteht die Möglichkeit, beim Ankommen das Gepäck im Gemeindezentrum unterzustellen.

Wer nicht am Freitag anreist, wendet sich bei Ankunft wegen der Tagungsunterlagen an Frau Ulrike Dietrich (mobil: 0172 7 53 20 60).

Anreise mit Pkw:

Ein Hinweis für Autofahrer, die  bei Leipzig von der A14 auf die B 87 fahren: Im Ort Taucha (gleich hinter der A14) gibt es eine Großbaustelle, die Autofahrer mit dem Ziel Torgau laut Umleitungsausschilderung weiträumig umfahren sollen.
Aber: In Taucha direkt gibt es eine Umleitung, die nicht vorher angekündigt wird, sondern erst direkt an der Baustelle beginnt. Sie führt durch ein Wohngebiet. Die Benutzung ist nicht eingeschränkt.
Allen PKW-Fahrern empfehlen wir, die zuerst angekündigte Umleitung zu ignorieren und die innerörtliche Umleitung zu wählen.

Konzerte

Freitag, 18. September

11.00 Uhr, Schlosskirche: Eröffnungskonzert
      Johann Rosenmüller Ensemble
      Leitung: Arno Paduch

19.30 Uhr, Stadtkirche St. Marien: Solemnische Fried und Frewden Concerte
      Mehrchörige Motetten von Walter, Praetorius, Schütz, Hammerschmidt,
      Fabricius u. a.
      Solisten, Johann-Walter-Kantorei Torgau, Johann Rosenmüller Ensemble
      Leitung: Ekkehard Saretz und Arno Paduch

Sonnabend, 19. September

12.00 Uhr, Stadtkirche St. Marien: Orgelkonzert
      Arvid Gast, Lübeck

12.00 Uhr, Schlosskirche: Orgelkonzert
      Wolfgang Zerer, Hamburg

19.30 Uhr, Stadtkirche St. Marien: Oratorienkonzert
      Michael Tippett: A Child of Our Time
      Solisten, Magdeburger Kantatenchor, Magdeburgische Philharmonie
      Leitung: Tobias Börngen

Sonntag, 20. September

19.30 Uhr, Stadtkirche St. Marien: Konzert des Dresdner Kreuzchores
      Leitung: Roderich Kreile
      Ekkehard Saretz - Orgel
      Werke von Praetorius, Schein, Bach, Brahms, Bruckner, Duruflé, Alain, Eben u. a.

Montag, 21. September

12.00 Uhr, Schlosskirche: Geistliches Lied von Luther bis Haydn
      Gotthold Schwarz - Bariton
      Hildegard Saretz - Cembalo und Hammerflügel

Orgelexkursionen

Am Sonntag, dem 20. September führen drei Exkursionen zu interessanten historischen Orgeln in Sachsen und Brandenburg.

Abfahrt in Torgau 13.30 Uhr, Rückkehr 18.00 Uhr

Teilnahmebeitrag (für nicht als Dauerteilnehmer angemeldete Interessenten): 10 €

Fahrt 1: Rötha, Stadtkirche, Orgel von Gottfried Silbermann (II/23, 1721)

Fahrt 2: Pomßen, Orgel von Gottfried Richter (I/14, 1671)

Fahrt 3: Lebusa, Orgel von Gottfried Silbermann (I/14, 1727) und
             Herzberg/Elster, Orgel von Wilhelm Rühlmann (III47, 1896)

Gottesdienst, Andachten

Samstag, 19.9., 8.30 Uhr, Stadtkirche St. Marien: Morgenandacht

Sonntag, 20.9., 10.00 Uhr, Stadtkirche St. Marien: Festgottesdienst

Montag, 21.9., 8.30 Uhr, Schlosskirche: Morgenandacht

Fortbildungsseminare während der Landeskirchenmusiktage

Die meisten Seminare bestehen aus mehreren abgeschlossenen Einheiten, so dass auch ein Wechsel zwischen den Seminaren möglich ist.

A: 18. September, 16.00 - 18.00 Uhr
B: 19. September,   9.15 - 11.45 Uhr
C: 19. September, 15.00 - 18.00 Uhr (Seminar VI: 14.30 - 17.30 Uhr!)

 

Seminar I: Beziehung und Begeisterung – Tschaka, Singen macht Spaß

Kinderchorarbeit und Kinderstimmbildung

Leitung: Friedhilde Trüün, Tübingen

A: Begrüßungsrituale durch Gesang, Kinderstimmbildung in der
Grundschule (6- bis 10-jährige Schüler) – angemessene Lied-
auswahl, Aufmerksamkeitsstrategien, Literatur, Fragen

B: Kinderstimmbildung in der Grundschule (6- bis 10-jährige
Schüler) mit Einbeziehung der „Brummer“ – Darstellung mit
Video-Dokumentation, SingBach-Vorstellung

C: Lieder für 10- bis 13-jährige Schüler mit methodischer Hand-
reichung – Aufmerksamkeitsstrategien, Literatur, Fragen

In allen drei Seminareinheiten wird die Bedeutung des Singens als persönlichkeitsbildendes Mittel dargestellt. Singen steht in Zusammenhang mit Hörentwicklung, sozialer Entwicklung und Kreativität.

Die Basisqualifikation fachlicher Art zu reflektieren und zu erwerben wird verbunden mit praxisnahen Materialangeboten und Lieder für den Alltag. Kinder benötigen ein tägliches Singen, denn Singen bedeutet in erster Linie Beziehung, auch im Umgang mit Verhaltensoriginalität.

Über den Weg der praktischen und theoretischen Grundkenntnisse der chorischen Kinderstimmbildung werden Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Kinder zum Singen motiviert und mit Freude, Leistungsbereitschaft und mit Begeisterung ihre Stimme zum Klingen bringen.

Friedhilde Trüün

Als Dozentin für Kinderchorleitung und Stimmbildung an der Kirchenmusikhochschule Tübingen hält sie Seminare für Studierende, leitet die Kinderchöre „Tübinger Neckarschwalben“. Ihr zweibändiges Handbuch mit DVD „Sing Sang Song“ (Carus) dient zahllosen Kinderchorleitern als Basis für eine fantasievolle Stimmbildungsarbeit mit Kindern und wurde 2010 mit dem Musikpreis „Best Edition“ ausgezeichnet. Friedhilde Trüün möchte  als Herausgeberin von Liederbüchern wie dem vielfach ausgezeichneten KINDERLIEDER-Band (Carus/Reclam) und ihrem neuen Buch „Komm, sing mit mir“ das gemeinsame Singen in der Familie unterstützen. Ein weiteres Projekt „SingBach“ hat Friedhilde Trüün seit 2010 an zahlreichen Grundschulen in ganz Deutschland durchgeführt, jüngst in Hamburg. Mehr unter www.singbach.de. Die dm-Initiative „Singende Kindergärten“, indem sie federführend bundesweit als Musikpädagogin mit Multiplikatoren arbeitet, wurde im September 2012 mit dem Deutschen Kulturförderpreis 2012 ausgezeichnet.

Seminar II: Klingen - nicht nur singen!

Chorleitung und Stimmbildung - Arbeit am Klang des Laienchores

Leitung: Volker Hempfling, Köln/Odenthal

Arbeit am Klang des Laienchores ...

A: ... beim Einsingen

B: ... bei improvisierten Musikstücken oder Kanons

C: ... anhand der Literatur

Volker Hempfling

Im Saarland geboren, studierte Volker Hempfling zunächst Kirchenmusik, Orgel, Orchesterleitung und Gesang in Herford und Köln.

1968 rief er die Kölner Kantorei ins Leben, die seit 2008 auf ihr vierzigjähriges Bestehen zurückblicken darf. 

Von 1972 bis 1985 war er Domorganist und Kantor der Evangelischen Kirchengemeinde Altenberg und wirkte dort bis 1997 als Kirchenmusikdirektor und Leiter der Domkantorei am Altenberger Dom.

In den Jahren 1983 bis 1994 leitete er den Gürzenich-Chor der Stadt Köln. Zahlreiche Konzertreisen mit seinen Chören führten ihn nach Frankreich, Belgien, Holland, Ungarn, Rumänien, Polen, Schweden, Israel und in die USA. 1985 wurde er als Professor für Chorleitung an die Musikhochschule des Saarlandes berufen, 1993 in gleicher Position an die Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Hier leitete er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2003 auch die Abeilung Evangelische Kirchenmusik und den Kammerchor der Hochschule.

Neben der intensiven Chorarbeit widmet  sich Volker Hempfling  einer internationalen Dirigenten- und Dozententätigkeit. Zudem wird er als Juror zu bedeutenden nationalen und internationalen Chorwettbewerben eingeladen.

Im Jahr 2006 gab er beim Carus-Verlag den Notenband „Lore-Ley“ heraus – die erste Edition eines deutschen Volksliederbuches für gemischten Chor. 2009 ist die gleiche Edition für Frauenchor erschienen.

Beim berühmtem Zimriya Festival in Jerusalem leitete er in den Sommern 2007 und 2010  Ateliers mit Puccinis „Messa di Gloria“ und Mozarts „c-Moll Messe“.   Von 2005 – 2008 wirkte er als Mitglied der Art Commission beim „XIII. World Symposium on Choral Music Kopenhagen “.

Seminar III: "... wohlauf und swinge schön!"

Jazzchorworkshop für aktive Sängerinnen und Sänger

Leitung: Gerhard Luchterhandt, Heidelberg

A, B und C: Anhand einiger Chor-Arrangements und –Kompositionen von Gerhard Luchterhandt erleben Sie, dass auch traditionelle evangelische Choräle in ein Jazz- bzw. Soul-Gewand schlüpfen können. Bitte Stimmlage angeben!

- begrenzte Teilnehmerzahl -

Gerhard Luchterhandt wurde 1964 in Detmold geboren. Er studierte Mathematik und Geschichte sowie Schulmusik, Kirchenmusik, Musiktheorie/Komposition und Orgel (Konzertexamen) in Marburg, Hannover und Salzburg und promovierte über Arnold Schönbergs Tonalitätsbegriff.
1993–97 war Gerhard Luchterhandt Kantor an St. Katharinen in Osnabrück. 1997 wechselte er an die Düsseldorfer Johanneskirche, wo er eine intensive Konzerttätigkeit mit neuer Musik und Orgelimprovisation als künstlerischen Schwerpunkten entfaltete.

Nach einer Lehrtätigkeit für Orgel und Harmonielehre an der Musikhochschule Hannover wurde Luchterhandt 2000 als Professor für Musiktheorie und Orgelimprovisation an die Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg berufen. Seit 2003 unterrichtet er außerdem Orgel und Musiktheorie an der Musikhochschule Mannheim. Konzerttätigkeit im In- und Ausland sowie mehrere CD-Produktionen, u. a. mit Orgelwerken und Transkriptionen von Bach, Franck, Reger, Delius, Karg-Elert, Gershwin, Schönberg und Messiaen. Daneben auch kompositorische Tätigkeit (Chor-, Orgel-, Bläser- und Kammermusik, eine Jugendoper, mehrere Filmmusiken sowie Kompositionen und Arrangements für Jazz-Chor).

Seit 2006 ist Gerhard Luchterhandt Organist an der großen Walcker-Orgel in der Christuskirche Heidelberg (1903). 2012 wurde er zusammen mit der Christuskirchengemeinde mit dem Badischen Kirchenmusikpreis ausgezeichnet.

Seminar IV: Der Taktstock alleine klingt noch nicht

Orchesterleitung

J. S. Bach: Kantate BWV 21 „Ich hatte viel Bekümmernis“
W. A. Mozart: Krönungsmesse C-Dur

Leitung: Wolfgang Kupke, Halle

A: Erarbeiten der Stücke: Dirigieren mit Klavierbegleitung

B: Arbeit mit dem Mitteldeutschen Kammerorchester (Bach)

C: Arbeit mit dem Mitteldeutschen Kammerorchester (Mozart)

aktive Teilnahme erwünscht, passive Teilnahme möglich

 

Wolfgang Kupke, Jahrgang 1952, trat mit 14 Jahren seine erste Organistenstelle an. 1974 schloss er das Studium der Kirchenmusik in Halle/Saale mit dem A-Examen ab. Wesentlich prägten ihn die Dirigenten Walter Bruhns, Volker Rohde und Helmuth Rilling und die Organisten Wolfram Zöllner, Johannes Schäfer und Hans-Günther Wauer. Nach dem Studium bis ins Jahr 2000 war er als Kantor in Gernrode/Harz und Nordhausen tätig. Neben seiner dortigen umfangreichen kirchenmusikalischen Tätigkeit und als Leiter bedeutender Chöre wurde er als Fachberater in verschiedene Gremien berufen und wurde seitdem häufig als Gastdozent zu Weiterbildungsveranstaltungen eingeladen. 1998 wurde ihm der Titel „Kirchenmusikdirektor“ verliehen; im gleichen Jahr berief ihn die Kirchenleitung der Kirchenprovinz Sachsen zum Landeskirchenmusikdirektor, seit April 2000 ist er als Rektor und Professor für Dirigieren an der Ev. Hochschule für Kirchenmusik in Halle/Saale tätig. Im Februar 2001 übernahm er die Leitung des Landesjugendchores Sachsen- Anhalts. 2004 wurde er zum Präsidenten des Landesmusikrates Sachsen-Anhalt gewählt. Dieses Amt übte er 8 Jahre lang aus. 2012 berief ihn der Senat der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg zum Universitätsorganisten. Wolfgang Kupke wurde 2012 für seine künstlerische und pädagogische Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Als Gast musiziert Wolfgang Kupke in verschiedenen Ensembles als Organist und Cembalist. Solistische Tätigkeit und Dirigate führten ihn in viele Regionen Deutschlands, nach Polen, die Tschechische Republik, nach Holland, Belgien, Österreich und in die USA. Gemeinsam mit dem Geiger Andreas Hartmann gründete er 1987 das „Mitteldeutsche Kammerorchester“, das beide Musiker seither leiten. Mit etlichen Rundfunk-, Schallplatten- und CD-Einspielungen ist Wolfgang Kupke auch auf dem Medienmarkt präsent.

Seminar V: Affekt und Rhetorik in der Orgelmusik des 17./18. Jahrhunderts

Leitung: Wolfgang Zerer, Hamburg

Die Orgelmusik des Barocks ist vor allem durch die Begriffe "Affekt" und "Rhetorik" geprägt. Verschiedene Stilbereiche (nord-, mittel- und süddeutsch/österreichische Orgelmusik) werden in den 3 Unterrichts-Einheiten besonders unter diesem Gesichtspunkt behandelt. Andere Stilbereiche (z.B. italienische, spanische, französische Orgelmusik) sind jedoch gerne möglich und willkommen.

A: Mitteldeutsche Orgelmusik (z.B. Bachs „Orgelbüchlein“)
B: Norddeutsche Orgelmusik (z.B. Buxtehude, Bruhns, Scheidemann)
C: Süddeutsch-Österreichische Orgelmusik (z.B. Froberger, Kerll, Muffat)
Weitere Werke nach freier Wahl

aktive Teilnahme erwünscht, passive Teilnahme möglich

- begrenzte Teilnehmerzahl -

Die aktiven Teilnehmer teilen dem Zentrum für Kirchenmusik bitte bis spätestens 1. August die von ihnen vorbereitete Orgelliteratur mit.

Die Disposition der Orgel in der Schlosskirche und ihre Besonderheiten (Tonumfang, mitteltönige Stimmung) finden Sie hier:
www.orgelbau-vier.com/torgau01.html


Wolfgang Zerer, geboren 1961 in Passau, erhielt seinen ersten Orgelunterricht vom Passauer Domorganisten Walther Schuster.
Ab 1980 studierte er in Wien (Orgel bei Michael Radulescu, Cembalo bei Gordon Murray, Dirigieren bei Karl Österreicher und Kirchenmusik).
Weitere Studien führten ihn nach Amsterdam (Cembalo bei Ton Koopman) und nach Stuttgart (Kirchenmusik / Orgel bei Ludger Lohmann).
Er war Preisträger verschiedener Orgelwettbewerbe (u.a. in Brügge und Innsbruck).

Nach Lehraufträgen in Stuttgart und Wien erhielt er 1989 eine Professur für Orgel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
Seit 1995 ist er als Gastdozent am Conservatorium Groningen/Niederlande tätig, seit Oktober 2006 ist er Dozent für Orgel an der Schola Cantorum in Basel/Schweiz.

Konzerte, Kurse, Jurytätigkeit und Aufnahmen führten ihn in die meisten Länder Europas, nach Israel, Nord- und Südamerika, Japan und Südkorea.

Seminar VI: Orgel-Interpretationsseminar

Bach - Mendelssohn - Brahms - Reger - Hindemith

Registrierpraxis, Spieltechnik, Übertragung von romantischen Werken auf eine neobarocke Orgel.

Leitung: Arvid Gast, Lübeck

A: Bach: Choräle aus dem Orgelbüchlein, Leipziger Choräle,
Praeludien und Fugen in G, g, A, a, C, c, Toccaten in C und beide in d

B: Mendelssohn: Praeludien und Fugen, Sonaten nach Wahl,
Brahms: Praeludien und Fugen in a und g, Choralvorspiele op. 122

C: Reger: Orgelstücke op. 59, Passacaglia d-Moll, Monologe op. 63;
Hindemith: Sonate II

aktive Teilnahme erwünscht, passive Teilnahme möglich

Die aktiven Teilnehmer teilen dem Zentrum für Kirchenmusik bitte bis spätestens 1. August die von ihnen vorbereitete Orgelliteratur mit.

Disposition der Orgel in der Stadtkirche St. Marien:
www.evkirchetorgau.de/musik/instrumente/

Arvid Gast studierte Orgel und Kirchenmusik in Hannover bei Ulrich Bremsteller. Bereits während des Studium gewann er mehrere Orgelwettbewerbe und übernahm 1990 das Amt des Organisten und Kantors an der Hauptkirche St. Nikolai zu Flensburg. 1993 wurde er als Professor für Orgel an die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig berufen und zum Leipziger Universitätsorganisten ernannt.

Seit 2004 ist Arvid Gast Professor für Orgel und Leiter des Studienganges Kirchenmusik an der Musikhochschule Lübeck. Im Januar 2005 wurde er zum Titularorganisten der St. Jakobi-Kirche Lübeck mit ihren bedeutenden historischen Orgeln ernannt. 2007 rief er den „Internationalen Dieterich-Buxtehude-Wettbewerb“ ins Leben, der alle drei Jahre in Lübeck ausgetragen wird. Darüberhinaus ist er seit 2008 Titularorganist der Konzerthalle „Georg-Philipp-Telemann“ in Magdeburg.

Arvid Gast konzertiert und unterrichtet im In- und Ausland; als Juror wirkte er bei vielen renommierten Wettbewerben u. a. in Tokyo, Graz, Leipzig oder Alkmaar mit.

Zahlreiche Aufnahmen und CD-Einspielungen vermitteln einen lebendigen Eindruck von der Breite und Vielfalt seines Repertoires, wobei die Werke des norddeutschen Barocks, Johann Sebastian Bachs und der deutschen Romantik eine ganz besondere Stellung einnehmen.

Seminar VII: Begleiten, dirigieren, solo musizieren - kurz: Orgel spielen

Elementare Unterrichtsmethodik für Anfänger

Leitung: Marianne von Einsiedel, Dresden

Wie führe ich einen Schüler/eine Schülerin zu für ihn/sie bestmöglichen Ergebnissen in möglichst kurzer Zeit?
Wie baue ich Fähigkeiten und Fertigkeiten auf, die der Schüler/die Schülerin nicht mitbringt?
Wie "überschreibe" ich "Programme" im Gehirn, die gutem Orgelspiel abträglichen Angewohnheiten?

Sie bekommen praktische Anleitung, Tipps und Hinweise zu allen drei Themenkreisen, die durchaus auch miteinander verflochten sind, und zu eventuellen weiteren Fragen von Ihnen.

A: Orgelunterricht - trotz Hindernissen eine Freude für alle Beteiligten?

B: Ist denn das die Möglichkeit – Orgel spielen ohne Klavierkenntnisse?

C: „Erlösungsarbeit“ Orgelunterricht - was tun bei Vor/ver/bildung?

- begrenzte Teilnehmerzahl -

Marianne von Einsiedel studierte Kirchenmusik in Eisenach (B) und in Weimar (A/Diplom). Zwischenzeitlich war sie vier Jahre als Violoncellistin im Staatlichen Sinfonie-Orchester Saalfeld engagiert.

1986 übernahm sie die Kantorenstelle an der Versöhnungskirche in Dresden-Striesen und begann ihre Lehrtätigkeit als Dozentin für künstlerisches Orgelspiel an der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden.

Von 1990 an bildete sich Marianne von Einsiedel in verschiedenen internationalen Meisterkursen weiter und wurde Schülerin von Ewald Kooiman.
Seit 1995 ist sie freischaffend als Organistin und Orgelpädagogin tätig und brachte viele ihrer Schüler zum Studium der Kirchenmusik.

2011 führte sie an der HS für Kirchenmusik das Fach Orgelmethodik (nach der von ihr entwickelten Methode) ein und unterrichtet seitdem auch Liturgisches Orgelspiel/Improvisation.

Eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland kennzeichnet ihre künstlerische Tätigkeit. Seminare und Vorträge führten sie nach Norwegen und China (Shanghai).

Seminar VIII: Probenarbeit mit Blechbläsern - einmal anders

Bläserseminar

Leitung: Ulrich Köbl, Waltenhofen

Die Themen "Motivation" und „Mentales Training“ fließen in alle Seminarteile ein; Einblasen und Tonstudien in der Gruppe, Aufmerksamkeitsübungen.

- nur am Sonnabend, 19. September -

B: Aus toten Tönen wird lebendige Musik

C: Die Zeit unmittelbar vor dem Auftritt

Ulrich Köbl, 1949 in München geboren, studierte an der Münchner Musikhochschule Horn. 15 Jahre war er als Hornist der Münchner Philharmoniker und des Rundfunkorchesters des Bayrischen Rundfunks tätig. Als Pädagoge für Blechbläsermethodik und –didaktik wirkte er 17 Jahre am Leopold-Mozart-Konservatorium Augsburg und am Richard-Strauss-Konservatorium München. Für verschiedene Blechbläserensembles fühlte er sich als musikalischer Leiter verantwortlich. Seit 1978 arbeitet er als Hornlehrer an der Sing- und Musikschule Kempten/Allgäu.

Seminar IX: Tradition und Moderne - Gemeinsames Chorsingen

Kommentierte Probenarbeit

anhand folgender Chorwerke:

Rudolf Mauersberger: Dankpsalm
Gottfried August Homilius: Seid fröhlich in Hoffnung
Thomas Jennefelt: Warning to the rich
Petr Eben: Ubi caritas

Leitung: Roderich Kreile, Dresden

- nur Montag, 21. September -