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Programm der Sendung am 4. Dezember,
13.05 - 14.00 Uhr:

Am kommenden Sonntag  ist der 2. Advent und auf dem Adventskranz wird das zweite Licht angezündet.
Auf einem modernen Adventskranz gibt es in der Regel vier Kerzen. Nur in katholischen Diözesen, die noch sechs Adventssonntage feiern, gibt es entsprechend sechs Kerzen.
Das war aber ursprünglich nicht der Fall. Der erste Kranz hatte insgesamt 23 Kerzen. Davon waren 19 rot und standen für die Werktage bis Weihnachten. Die anderen vier waren weiß und dick und sie wurden an den Adventssonntagen angezündet.
Dieser erste Adventskranz wurde von dem evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern eingeführt. Er ließ 1839 diesen großen ersten Lichterkranz im Betsaal des „Rauhen Hauses“ in Hamburg (einer Stiftung der Diakonie) aufhängen. Später wurde die Anzahl von 23 Kerzen auf vier bzw. sechs reduziert. Aber in beiden Fällen stehen die Kerzen für das Licht, das mit Christus in die Welt gekommen ist.

Für den 2. Advent schrieb Georg Philipp Telemann die Kantate „Der jüngste Tag wird bald sein Ziel erreichen“ für Soli und Instrumentalensemble. Sie gehört zu dem Kantatenjahrgang 1717/1718.
Zu diesem Zeitpunkt war Telemann Musikdirektor der Stadt Frankfurt/Main und auch noch Kapellmeister der Barfüßerkirche. Später kam dann als drittes Tätigkeitsfeld das Kapellmeisteramt an der Katharinenkirche dazu. Damit war Telemann für die Komposition und Aufführung von geistlicher Musik zuständig. In diesem Zusammenhang entstand dann auch die Kantate „Der jüngste Tag wird bald sein Ziel erreichen“.
Sie hören am Sonntag eine Aufnahme mit dem Instrumentalensemble Il Fondamento und der Sopranistin Johannette Zomer, Sopran, sowie Huub Claessens, Bass. Es dirigiert Paul Dombrecht.

Nach der ca. 13-minütigen Kantate geht es weiter mit Musik von Georg Philipp Telemann. Es erklingen das Quartett in G-Dur für Querflöte, Violine, Viola da gamba und Basso continuo, interpretiert von John Holloway, Violine, Linde Brunmayr, Blockflöte, Lorenz Duftschmid, Viola da gamba, Ulrike Becker, Violoncello und Lars Ulrik Mortensen, Cembalo.

Und zum Abschluss hören Sie Telemanns Ouvertüre in F-Dur für 2 Hörner, 2 Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo. Es spielt noch einmal das Ensemble Il Fondamento unter der Leitung von Paul Dombrecht.

(Autorin: Laura Landmann, MDR KLASSIK DAB+)

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